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Paket richtig verpacken

Paket richtig verpacken: Schritt-für-Schritt-Anleitung für sicheren Versand. Tipps zu Karton, Polstermaterial und Verschluss.

person Versandlexikon Redaktion calendar_today 20. März 2026 schedule 8 Min. Lesezeit

Eine gute Verpackung ist der beste Schutz für deine Sendung. Beschädigungen beim Transport gehören zu den häufigsten Reklamationsgründen im Paketversand – und lassen sich mit der richtigen Verpackung fast immer vermeiden. In dieser Anleitung erfährst du Schritt für Schritt, wie du dein Paket sicher und regelkonform verpackst.

Den richtigen Karton wählen

Die Wahl des Kartons ist die wichtigste Entscheidung bei der Verpackung. Ein zu großer Karton erhöht die Versandkosten und bietet dem Inhalt zu wenig Halt. Ein zu kleiner Karton kann platzen oder den Inhalt zusammendrücken.

Kartongröße und -qualität

Wähle den Karton so, dass rundherum mindestens 5 cm Platz für Polstermaterial bleiben. Für leichte Waren (bis 5 kg) reicht einwellige Wellpappe aus. Für schwere oder empfindliche Waren empfiehlt sich doppelwellige Wellpappe, die deutlich stabiler ist. Verwende möglichst neue Kartons – gebrauchte Kartons können an den Knickkanten geschwächt sein und bieten weniger Schutz. Wenn du einen gebrauchten Karton nutzt, entferne alle alten Versandlabel und Barcodes vollständig, um Verwechslungen bei der Sortierung zu vermeiden.

Karton richtig verschließen

Verschließe den Karton mit Paketklebeband (mindestens 50 mm breit). Klebe sowohl die Ober- als auch die Unterseite in H-Form ab – also einen Streifen über die Mittelnaht und je einen Streifen über die Seitenkanten. Normales Haushaltsklebeband, Schnur oder Geschenkband sind für den Paketversand nicht geeignet, da sie in Sortieranlagen hängen bleiben können. Tipp: Verstärktes Klebeband mit Glasfasergewebe hält besonders gut und eignet sich für schwere Pakete.

Polstermaterial und Füllmaterial

Polstermaterial schützt den Inhalt vor Stößen, Vibrationen und Druck. Das richtige Füllmaterial sorgt dafür, dass der Inhalt im Karton nicht verrutscht und von allen Seiten geschützt ist.

Die besten Polstermaterialien

  • Luftpolsterfolie – ideal für empfindliche und zerbrechliche Gegenstände. Wickle den Gegenstand mindestens zweimal ein und fixiere die Folie mit Klebeband.
  • Packpapier – vielseitig einsetzbar, günstig und umweltfreundlich. Zerknülltes Packpapier eignet sich hervorragend als Hohlraumfüller.
  • Schaumstoffpolster – bieten exzellenten Schutz für hochwertige Elektronik oder Glaswaren. Schaumstoff-Formteile können individuell zugeschnitten werden.
  • Füllchips aus Maisstärke – eine nachhaltige Alternative zu Styropor-Chips. Sie sind biologisch abbaubar und füllen Hohlräume effektiv aus.
  • Wellpapp-Polster – preiswert und recycelbar. Mehrere Lagen Wellpappe bieten guten Schutz bei mittlerer Belastung.

Tipps für zerbrechliche Waren

Zerbrechliche Gegenstände erfordern besondere Sorgfalt. Wickle jeden Gegenstand einzeln in Luftpolsterfolie ein. Bei mehreren zerbrechlichen Gegenständen in einem Paket sollte jedes Teil einzeln verpackt und durch Trennlagen voneinander separiert werden. Verwende die Box-in-Box-Methode: Platziere den eingewickelten Gegenstand in einem kleineren Karton und setze diesen dann in einen größeren Versandkarton mit rundum mindestens 5 cm Polstermaterial. Kennzeichne das Paket außen mit dem Hinweis „Vorsicht Glas" oder „Zerbrechlich" – auch wenn dies keine Garantie für vorsichtige Behandlung ist, kann es helfen.

Beschriftung und Versandlabel

Das Versandlabel muss gut lesbar und sicher auf dem Paket angebracht sein. Klebe das Label auf die größte Fläche des Pakets und vermeide es, das Label über Kanten oder Nähte zu kleben – Scanner in Sortieranlagen können solche Labels schlecht lesen. Bei Online-Frankierung drucke das Label in guter Qualität auf weißem Papier aus und verwende eine Klarsicht-Versandtasche oder transparentes Klebeband, um es wetterfest zu machen. Achte darauf, dass der Barcode nicht verdeckt oder durch Klebebandkanten verzerrt wird. Entferne immer alle alten Label und überklebe alte Barcodes vollständig, wenn du einen gebrauchten Karton verwendest.